Warum ist Bio-Zucker immer Rohrzucker? Und herzlichen Dank Herr Hauk für die Notzulassung eines Bienenkillers zur Rettung des konventionellen Zuckerrübenanbaus

Ich bin schon lange auf der Suche nach Bio-Zucker aus Zuckerrüben aus Deutschland. Wenn man das Angebot in Supermarkten anschaut, könnte man meinen den gibt es nicht. Alles nur Rohrzucker, meistens braun, selten mal raffiniert. Dabei wäre es doch viel sinnvoller, regionalen Zucker zu kaufen. Dazu ein interessanter Artikel von Sabine Schlimm den ich hier mal verlinke.

In Kürze: alles Marketing. Brauner Zucker sieht mehr nach „Bio“ aus und Rübenzucker ist immer weiß (also raffiniert) weil er sonst einen unangenehmen Beigeschmack hat. Was für eine freche Bevormundung von Konsumenten.

Zum Thema Zuckerrübe hier auch noch ein Artikel vom NaBu zur Notfallzulassung eines Pestizids, dass in der EU und Deutschland verboten ist. Thiamethoxam kommt jetzt trotzdem auf den Acker dank Notfallzulassung beantragt von Landwirtschaftsminister Peter Hauck (CDU). Ab April zu finden auf den Rübenackern der Ortenau.

Zitat: 14. Januar 2021 – Neonicotinoide, kurz Neonics, sind extrem schädlich für Insekten, die Bodenlebewesen und damit auch für Vögel. Die Wirkstoffe sind als umwelt- und gewässergefährdend eingestuft und giftig für Wild- und Honigbienen. Aus gutem Grund hat die Europäische Union daher die Mittel 2018 verboten und damit auch das Beizen von Saatgut mit Thiamethoxam, etwa für den Zuckerrübenanbau. Ein Hintertürchen ist allerdings offengeblieben – die Notfallzulassung. Nur knapp ein halbes Jahr nach Verabschiedung des Biodiversitätsstärkungsgesetzes im Land hat das Landwirtschaftsministerium von Agrarminister Peter Hauk (CDU) die Notfallzulassung beim Bund beantragt und erhalten. Die Südzucker AG in Offenau darf vom 1. Januar bis 30. April 2021 auf 12.000 Hektar Fläche mit Thiamethoxam gebeiztes Zuckerrübensaatgut ausbringen. Der Stoff soll Blattläusen und mit ihnen dem Vergilbungsvirus den Garaus machen.

„Ein Zuckerrübenanbau nach ökologischen Kriterien ist machbar. Mit einfachen, zur landwirtschaftlichen Praxis gehörenden Maßnahmen, wie den vier folgenden, kann der Zuckerrübenanbau auch ohne den Einsatz von Neonicotinoiden gelingen, wie zahlreiche ökologisch wirtschaftende Betriebe und auch die Supermarktregale zeigen“, so Goedecke. Diese sind:

1) Fruchtfolge, angepasste Sortenwahl und die richtige Standortwahl
2) Stärkung der Bodengesundheit
3) Verstärkte Ackerhygiene (keine Übertragung der Schädlinge auf andere Äcker)
4) Bodenbearbeitung und Unkrautbekämpfung mechanisch

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