Nach der Banane und vor dem Essen Händewaschen nicht vergessen!

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass man eigentlich auf die konventionell produzierten Lebensmittel ein Warnlabel machen sollte und dafür Pestizid- und Kunstdünger-freie Lebensmittel zur neuen Norm erhebt (die dann ja kein Biolabel mehr brauchen).

Erinnert habe ich mich an den Beitrag, als ich in „Die Zeit“ Ausgabe 19 (2020) einen Artikel mit Infographik zum Thema Banane gelesen habe. Erschreckt hat mich das unglaubliche Ausmaβ an Pestiziden, die auf den Bananeplantagen eingesetzt werden.

Zitat „Die Pestizidbelastung kann hoch sein. 2018 rät „Öko-Test“ dazu, sich nach dem Schälen die Hände zu waschen.“

Da könnte man lachen wenn es nicht so traurig wäre. Was, um Himmels willen, machen wir bloβ mit unserer Welt? Und: Haben Verbraucher nicht das Recht, gewarnt zu werden, wenn Lebensmittel derart Pestizid-belastet sind, dass man sie lieber nicht mit bloβen Händen  berührt?

Der Öko-Test Artikel bescheinigt ausschlieβlich Bio-Bananen ein gutes oder sehr gutes Testergebniss. Alle anderen sind hochbelastet.

Zusätzlich zu den Gesundheitsrisiken der Verbraucher brechen einem aber vor allem die Konsequenzen für die Gesundheit der Arbeiter in den Produktionsländern, die Boden und Grundwasserverseuchung das Herz. Nehmen wir doch bitte endlich die Verantwortung für unser Handeln ernst.

Inseln des Lebens erhalten: vor unserer Haustür

Hier gibt es mal eine Gelgenheit lokal zu handeln (nachdem wir mit dem global Denken ja schon ganz gut zurecht kommen). Das Projekt Ackerflur sammelt via Crowdfunding Spenden, um Landwirten einen finanziellen Ausgleich dafür zu bieten, dass sie ökologische Nieschen auf ihren Äckern erhalten. Und wir sprechen tatsächlich von Nieschen. Kleine Flächen, ohne die es auf und um unsere Felder gar kein Leben mehr geben würde.

Konkret geht es um einen kleinen, baumbewachsenen Acker zwischen Schmidhofen und Gallenweiler. Wer dort mit dem Hund unterwegs ist weiss, dass man seinen Liebling dort an die Leine nehmen muss, sonst ist er im Nu im Wäldchen verschwunden, denn da lebt noch was. Solche Inseln des Lebens möchten wir erhalten und gleichzeiting ein Zeichen der Wertschätzung an die Landwirte senden, die sich Gedanken um den Erhalt von naturnahen Lebensräumen machen.

Weiter Projekte sind solitäre Bäume auf Äckern, Blüwiesen zwischen Reben und das ausblühen lassen von Spargel, um der Spargelbiene eine Lebensraum zu erhalten.

 

Die Gartensaison beginnt: Demeter Jungpflanzen und Saatgut bei Piluweri

Viele von uns haben jetzt Zeit, sich endlich mit dem Gemüsegarten zu beschäftigen (meine Beete waren noch nie so unkrautfrei). Wer selber säen möchte findet bei Piluweri samenfestes Demeter Saatgut, bequemer noch geht es mit Jungplanzen aus der Gärtnerei.  Besonders schön wird das Beet wenn man auch immer mal wieder ein paar Blumen dazwischen setzt. Ringelblume, Borretsch und Kapuzinerkresse sind eigentlich immer irgendwo in meinen Beeten. Einmal gesetzt samen sie sich immer wieder aus. Ich rupfe dann nur dort die kleinen Planzen aus, wo ich sie nicht haben will.

Hofläden in Zeiten von Corona

Alle Geschäfte schliessen aber Hofläden bleiben ebenso geöffnet wie der Lebensmitteleinzelhandel. In Zeiten unterbrochener Lieferketten wird deutlich wie wichtig es ist, dass Landwirte ihre Produkte direkt vermarkten – und dass wir sie dabei unterstützen.

Übrigens beginnt wie geplant die solidarische Landwirtschaft von Michels Kleinsthof im April. Abholpunkte sind in Tunsel und auf dem Wochenmarkt in Staufen, ein weiterer wird in Freiburg dazu kommen. Es sind nur noch vier Anteile zu vergeben. Wer sich  noch anschliessen möchte, der kann dies hier tun.